Allgemein

Projekt „sozialpflegerische Assistentin / sozialpflegerischer Assistent“

In Paderborn führt das IMA seit 2014 das Projekt „sozialpflegerische Assistentin / sozialpflegerischer Assistent“ jedes Jahr mit großem Erfolg durch. Am Donnerstag den 4. Juli 2019 wurde das laufende Projekt mit 10 Teilnehmer/innen beendet. Bereits jetzt besitzen 5 Teilnehmer/innen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die restlichen fünf haben beste Perspektiven in den nächsten sechs Wochen den bereits Vermittelten zu folgen. Einsatzorte sind im ganzen Hochstift, von Schwaney, Delbrück, Bad Lippspringe bis Borchen. Das Projekt läuft 9 Monate mit täglich 5 Unterrichts- resp. Praktikumsstunden. Ferien sind so gelegt, dass eine etwaige Kinderbetreuung während der Schulferien gesichert ist. Begleitet werden die Schüler und Schülerinnen durch einen Sozialpädagogen, der individuelle Unterstützung im Alltag gibt, um die Lernerfolge nicht zu gefährden. Die Methodik des Unterrichts beinhaltet fachpraktische Übungen, Frontalunterricht, Grup­penar­beit, Vorträge, Rollenspiele und Lerner­folgskontrol­len. Das Projekt ist speziell konzipiert…
  1. einen Beitrag zum riesigen Bedarf an Betreuungspersonal in Pflegeeinrichtungen zu leisten.
  2. arbeitslosen Personen mittleren Alters wieder eine persönliche und berufliche Perspektive zu geben.
  3. Alleinerziehenden mit eingeschränkter täglicher Verfügbarkeit die Möglichkeit einer Festanstellung zu geben.
  4. Personen mit Migrationshintergrund in den Berufsalltag zu integrieren mit einer krisensicheren, interessanten, verantwortungsvollen und anerkannten Beschäftigung.
Der Bedarf an Absolventen dieser Qualifizierung ist riesig. Der Paragraph 53c (SGB) regelt die zusätzliche Betreuung und Aktivierung pflegebedürftiger Heimbewohner in stationären Pflegeeinrichtungen, durch Betreuungskräfte. Die zusätzliche Betreuungskraft ergänzt in einem Pflegeheim die Pflegekräfte: Die Betreuungskraft pflegt Seele & Geist – die Pflegekraft pflegt den Körper. Seit dem Pflegestärkungsgesetz, gültig ab 01.01.2015, haben nicht nur demente Heimbewohner sondern alle pflegebedürftigen Heimbewohner einen Anspruch auf zusätzliche Betreuung, die über die Pflegekassen abgerechnet wird. Eine Betreuungskraft in Vollzeit ist künftig maximal für nur 20 Heimbewohner zuständig. Es existiert ein zusätzlicher Bedarf von circa 20.000 neuen Betreuungskräften („Betreuungskraft nach § 53c“). Der Beruf gilt als besonders zukunftssicher und ist auch für Quereinsteiger geeignet. (Auszug aus Goldjahre.de, ein Portal für Senioren, Demenz, Pflegebedürftige und Angehörige sowie für Menschen die in der Pflege und in der sozialen Betreuung arbeiten.)

Hier gehts zu unserem Artikel in der regionalen Zeitung:

Betreuung für die Seele
Abschlussklasse 2018/ 2019