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INFORMATION

Ausbildung - Podologe/ Podologin

Berufsbild:

Podologen sind Experten für medizinische Fußpflegemaßnahmen und Fußbehandlungen. Ihre Tätigkeit hat daher auch nichts mit kosmetischer Fußpflege zu tun.

Podologen sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung, insbesondere in den Bereichen Orthopädie, Dermatologie und Pathologie, in der Lage, Behandlungen zur Therapie durchzuführen. Sie führen auf ärztliche Anordnung oder unter ärztlicher Aufsicht Behandlungsmaßnahmen durch. Nach der Diagnose werden Behandlungsplan und Behandlungsziel von den Podologen selbstständig konzipiert.

Grundlage für diese Vielfalt an Tätigkeiten ist eine solide Ausbildung. Sie befähigt die Podologen kompetent ihren Beitrag im interdisziplinären Betreuungskonzept rund um den Fuß gerecht werden zu können.

Der Beruf gehört zu den nicht ärztlichen Heilberufen im Gesundheitswesen.

Podologe/Podologin ist in Deutschland eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung.

Die Ausbildung richtet sich in Form und Inhalt nach den Regelungen des Gesetzes für den Beruf der Podologen.

Berufsausbildung

 Die Ausbildung umfasst:

  • mindestens 2000 Std. theoretischen und praktischen Unterricht und
  • 1000 Std. praktische Ausbildung.
  • Die Dauer der Ausbildung beträgt 2 Jahre in Vollzeitausbildung.
  • Die berufsbegleitende Ausbildung dauert ca. 3 Jahre.

Sie führen nach bestandener Prüfung den Titel:

  „Podologe / Podologin“

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Aufnahmevoraussetzungen  

  • Grundlage Gesetz über den Beruf der Podologin und des Podologen (PodG)
  • Realschulabschluss oder eine andere 10jährige Schulbildung (Zeugnisse)
  • Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren (Zeugnisse)
  • Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf
  • Ärztliches Gesundheitszeugnis, Impfnachweise, sowie charakterliche Eignung  (Führungszeugnis)
  • Mit Beginn der Ausbildung sollte das 18. Lebensjahr erreicht sein.
  • Die während der Ausbildung anfallenden Praktika in den verschiedensten Einrichtungen sind i.d.R. nur mit entsprechendem Impfschutz durchführbar.

Handwerkliches Geschick und Freude am verantwortungsvollen Umgang mit Menschen

Ausbildungsinhalte

Theoretische und fachpraktische Ausbildung:

Umfasst mindestens 2.000 Unterrichtsstunden und findet ausschließlich in der Berufsfachschule statt.

    Lerninhalte:

  • Theoretische Grundlagen podologischer Behandlungen
  • Fußpflegerische Maßnahmen
  • Podologische Behandlungsmaßnahmen
  • Podologische Materialien und Hilfsmittel

Weiterführende Lerninhalte:

  • Anatomie und Physiologie
  • und spezielle Krankheitslehre
  • Hygiene und Mikrobiologie
  • Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde
  • Sprache und Schrift
  • Fachbezogene Chemie und Physik
  • Psychologie, Pädagogik und Soziologie
  • Arzneimittellehre, Material und Warenkunde
  • Prävention und Rehabilitation
  • Erste Hilfe und Verbandstechniken
  • Wundversorgung
  • Biomechanik
  • Physikalische Therapien siehe auch Lehrplan

Praktische Ausbildung  

Umfasst 1.000 Stunden und wird extern in Kooperationsbetrieben durchgeführt

  • Praktika in Podologischen Praxen
  • Praktika bei niedergelassenen Ärzten oder Kliniken in den Bereichen Dermatologie,
  • Innere Medizin und Orthopädie
  • Praktika in Physiotherapiepraxen
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Berufsfelder und Perspektiven

Podologen/Podologinnen arbeiten selbstständig in eigener Praxis, als freie Mitarbeiter, in Gemeinschaftspraxen oder als Angestellte.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt mit Krankenhäusern oder speziellen Fußambulanzen und anderen Berufsgruppen, wie z.B. Ärzten und Orthopädieschuhmachern.
Risikopatienten mit Folgeerkrankungen durch z.B. Diabetes mellitus, Querschnittsgelähmte oder auch Patienten mit neuropathischen Störungen in den unteren Extremitäten werden durch Podologen/Podologinnen behandelt und therapiert.

Nach Ausbildungsabschluss wird es aufgrund des demografischen Wandels in der Gesellschaft zu keinem Mangel an Arbeit kommen.

Podologie ist seit einigen Jahren ein anerkannter Studiengang. Über drei Jahre besteht die Möglichkeit den Abschluss B. Sc. Podologie zu erwerben.

Unterrichtszeiten – Vollzeit

Montag – Donnerstag:       08:00 Uhr bis 15:40 Uhr
Freitag:                                  08:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung in Vollzeit dauert 24 Monate. 

Ausbildungsinhalte

Die theoretische und fachpraktische Ausbildung umfasst mindestens 2.000 Unterrichtstunden.
Die praktische Ausbildung umfasst 1.000 Stunden und wird extern in Kooperationsbetrieben durchgeführt.

Ansprechpartner und Beratung

Ira Bruchardt, Schulleiterin:                              I.Bruchardt@ima-wissen.de
Ilka Brandt, stellvertretende Schulleiterin:    I.Brandt@ima-wissen.de

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Unterrichtszeiten – Teilzeit

Freitag:        13:15 Uhr bis 20:25 Uhr
Samstag:     08:00 Uhr bis 15:10 Uhr

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung in Teilzeit dauert ca. 36 Monate. 

Ausbildungsinhalte

Die theoretische und fachpraktische Ausbildung umfasst 2.000 Unterrichtstunden.
Die praktische Ausbildung umfasst 1.000 Stunden und wird in den 36 Monaten der Ausbildung extern in Kooperationsbetrieben durchgeführt.

Ansprechpartner und Beratung

Ira Bruchardt, Schulleiterin:                               I.Bruchardt@ima-wissen.de
Ilka Brandt, stellvertretende Schulleiterin:     I.Brandt@ima-wissen.de

Ausbildungskostenfür die Erstausbildung zum Podologen/ zur Podologin

Die Ausbildung ist schulgeldpflichtig.

  • Das monatliche Schulgeld beträgt 416,00 EUR (24 Raten)
  • Die für Grundlagenliteratur (Fachbücher) erweiternde Literatur, zusätzliche Verbrauchsmaterialien und Berufsbekleidung entstehenden Kosten, werden nicht mit dem Schulgeld abgegolten. Diese Kosten muss der Schüler selbst tragen.
  • Die Kosten für die Hepatitis-Schutzimpfung von ca. 120 EUR hat der Schüler ebenfalls selbst zu tragen.

Förderung / Finanzierung

 Der Staat fördert Schülerinnen und Schüler in Berufsfachschulen auf verschiedene Arten:

  • BAföG
  • Bildungskredit
  • Steuerlicher Ausbildungsfreibetrag
  • Nach dem Bundes-Ausbildungsförderungs-Gesetz (BAföG) unterstützt der Bund junge Menschen bis 30 Jahre finanziell bei einer Ausbildung. Das Bafög gibt es im Fall der Berufsfachschule nur für den Besuch einer voll qualifizierenden Schule, die mindestens zwei Jahre dauert und einen berufsqualifizierenden Abschluss bietet.

Außerdem erhalten Schülerinnen und Schüler nur dann eine Förderung, wenn sie nicht mehr bei den Eltern wohnen und notwendigerweise auswärts untergebracht sind. Die Altersgrenze für die Förderung liegt bei 30 Jahren.

Für einige Personengruppen gibt es jedoch Ausnahmeregelungen, z.B. für:

  • Absolventen des zweiten Bildungsweges oder
  • für Personen, die aus persönlichen oder familiären Gründen daran gehindert waren, die Ausbildung vor Vollendung des 30. Lebensjahres zu beginnen. Solche Gründe sind zum Beispiel eine längere Krankheit oder die Erziehung von Kindern.
  • Die genannten Ausnahmeregelungen beim BAföG gelten jedoch nur dann, wenn der oder die Auszubildende ohne weitere Verzögerung die Ausbildung seiner/ ihrer Wahl aufnimmt.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen fördert das Arbeitsamt die berufliche Weiterbildung in einer Berufsfachschule, und zwar durch Übernahme der Weiterbildungskosten und zum Teil durch Zuschüsse zum Unterhalt.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden dann gefördert, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich wieder einzugliedern oder um eine drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Die Arbeitnehmer müssen vorher schon Beiträge zur Sozialversicherung in einem bestimmten Umfang entrichtet haben. Die Weiterbildung muss in einem nach dem Berufsgesetz anerkannten Ausbildungsberuf stattfinden, arbeitsmarktpolitisch sinnvoll sein und den finanziellen und inhaltlichen Fördervoraussetzungen des Sozialgesetzbuches entsprechen.
Sie sollte nicht länger als zwei Jahre dauern, da in der Regel nur bis zu zwei Jahre gefördert werden.

Das Bildungskreditprogramm des Bundes bietet Schülerinnen und Schülern in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen einen befristeten, zinsgünstigen Kredit, der neben oder zusätzlich zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als weitere Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung zur Verfügung steht.

Der Bildungskredit wird monatlich im Voraus in Raten von 300 Euro durch die Deutsche Ausgleichsbank ausbezahlt und muss zurückgezahlt werden. Innerhalb eines Ausbildungsabschnittes können bis zu 24 Monatsraten bewilligt werden. Berechtigt sind volljährige Schüler und Schülerinnen, die bereits über einen berufsqualifizierenden Abschluss verfügen oder diesen mit dem Abschluss ihrer gegenwärtigen schulischen Ausbildung erlangen werden, im vorletzten oder letzten Jahr dieser Ausbildung.

Der Bildungskredit wird schriftlich beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln beantragt oder per Internet unter www.bundesverwaltungsamt.de

Eltern von Berufsfachschülern können einen steuerlichen Ausbildungsfreibetrag bei der Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

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